„Ich mag keinen Stillstand“: Renos Karriere im Zentrallabor

Reno Konzack ist gelernter Medizinisch-Technischer Laborassistent ( MTLA ) und hat nach einer Weiterbildung als „Medizinalfachperson für Leitende Funktionen“ bei den DRK Kliniken Berlin Westend Karriere als Laborkoordinator gemacht. Im Interview erzählt er über den jahrelangen Zusammenhalt unter den Teilnehmenden der Weiterbildung und seine neuen Aufgaben.

Wie kamst Du auf die Idee, die Weiterbildung zu machen?

Bis vor fünf Jahren noch war es gar nicht so einfach, in einem medizinisch-technischen Beruf Karriere zu machen. Es gab den berufspolitischen Wunsch nach einer staatlich anerkannten Weiterbildung, aber durch die unterschiedlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Bundesländern war die Umsetzung lange Zeit schwierig.

Im Jahr 2015 änderte sich dann etwas: Das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Berlin verlieh dem Deutschen Institut zur Weiterbildung für Technologen/-innen und Analytiker/-innen in der Medizin (DIW-MTA) eine staatliche Anerkennung für die 620-stündige Weiterbildung zur „Medizinalfachperson für Leitende Funktionen“. Ich war einer der ersten 12 Teilnehmer, die diese neue Weiterbildung absolviert haben!

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Was hast Du aus der Weiterbildung mitgenommen?

Ganz wichtig war für mich der Zusammenhalt in der Weiterbildungsgruppe. Die Kontakte, die ich knüpfen konnte, waren für mich das Wertvollste. Bis heute halte ich zu vielen Teilnehmern Kontakt und treffe mich gelegentlich auch mit einigen von ihnen. Bei Fachfragen oder Problemen stehen wir uns mit Informationen zur Seite.

Die Inhalte der Weiterbildung nutze ich in meiner neuen Position als Qualitätsmanager, Point-of-Care-Manager und Laborkoordinator im Zentrallabor fast täglich, und mir fallen bestimmte Fragestellungen einfacher in der Bearbeitung. Auch mein Auftreten in bestimmten Situationen hat sich verändert. Ich bin durch mein Fachwissen selbstbewusster geworden und kann mich auch in schwierigen Situationen durch eine konkretere Argumentation bei meinem Gegenüber durchsetzen.

Hat sich Dein beruflicher Alltag nach der Weiterbildung verändert?

Nach der Weiterbildung habe ich meinen persönlichen Marktwert neu bewertet und mich für einen Arbeitgeberwechsel entschieden. Ich habe Aufgaben, die ich zuvor nicht innehatte, bekommen und konnte mich neuen beruflichen Herausforderungen stellen. Das macht mir viel Spaß, und ich habe das Gefühl, meine Fähigkeiten in meinem Job voll ausleben zu können.

Ich werde auch bei fachlichen und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen als Berater hinzugezogen. Die Investmentplanung für die Abteilung für das kommende Jahr bereite ich vor und bin verantwortlich dafür zu überlegen, welche Laborgeräte neu benötigt werden oder erneuert werden müssen.

Wie schätzt Du drei Jahre nach der Weiterbildung Deine weiteren beruflichen Perspektiven ein?

Ich mag keinen Stillstand und bin immer wieder auf der Suche nach neuen Informationen und Herausforderungen! Kurz nach Abschluss der Weiterbildung habe ich darum ein akademisches Masterstudium zum Gesundheitsmanager angefangen. Meine Weiterbildung wurde nämlich als gleichwertig zu einem Bachelorabschluss anerkannt! Ich musste nur noch eine Eignungsprüfung an der Hochschule machen und konnte dann direkt ins Masterstudium einsteigen. Man braucht Engagement und ein klares Ziel, das man konsequent verfolgen muss, dann sind die beruflichen Perspektiven, die durch eine Weiterbildung für Laborassistenten entstehen, grenzenlos.

Interview: MTA Dialog 2/2021 / überarbeitet von Maja Schäfer

Maja_Schaefer, am 08. Februar 2021
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