„Jobrotation“ oder Springerpool: Der moderne Einstieg in unser Unternehmen für Berufseinsteiger oder Arbeitgeberwechsler

Unser wunderschönes denkmalgeschütztes Krankenhaus in Westend und unser kleines, familiäres Krankenhaus in Mitte (Wedding) liegen beide in der Nähe des nordwestlichen S-Bahn-Rings und arbeiten in vielen Bereichen eng zusammen. Nun starten sie gemeinsam einen Springerpool für Pflegefachkräfte, die allergisch gegen Langeweile sind ;-). Man könnte es auch unter das Schlagwort „Jobrotation“ fassen, denn die Idee ist, dass neue Mitarbeitende verschiedene Abteilungen kennenlernen, bevor sie sich irgendwann festlegen. Mehr erzählen die beiden Pflegedienstleiterinnen Martina Parow und Christine Baermann im Interview. Das hübsche Foto von ihnen ohne Abstand und Maske stammt übrigens aus der Zeit vor der Pandemie!

Gab es an den Standorten Westend und Mitte bisher gar keinen Springerpool?

Doch, es gibt an beiden Standorten Springerpools, die bereits genau dieselbe Flexibilität abbilden wie der neue standortübergreifende Springerpool. In den Springerpools arbeiten neben Mitarbeitenden in unterschiedlichen Teilzeit-Varianten durchaus auch viele Vollzeitkräfte, die kein Problem mit dem Schicht-System und vollem Einsatz haben, sondern vor allem die Flexibilität und den Blick über den Tellerrand schätzen.

Und unsere Kolleginnen, die die Arbeitszeit nur vorübergehend reduzieren, um nebenberuflich Pflegemanagement zu studieren und danach bei uns als (stellvertretende) Abteilungsleitung durchzustarten. In Westend macht die Gruppe der teilzeitbeschäftigten Studierenden und Ruheständler auf den Stationen im Springerpool 15 Planstellen aus.

Warum haben Sie den neuen standortübergreifenden Springerpool Westend und Mitte ins Leben gerufen?

Wir bekamen vor allem von Pflegefachkräften in der Weiterbildung Anästhesie- und Intensivfachpflege, die wir in unserer eigenen Weiterbildungsakademie anbieten, die Rückmeldung, dass es sehr spannend ist, zwischen den Häusern zu wechseln und einen größeren Einsatzbereich zu haben. Während der Weiterbildung lernen sie nämlich alle Standorte kennen. Diese Rückmeldung haben wir aufgegriffen und kamen auf die Idee, Westend und Mitte für einen Springerpool zusammenzufassen.

Das bietet sich aus verschiedenen Gründen an: Auch andere Bereiche wie zum Beispiel die Anästhesie und das Psychologen- und Therapeutenteam sind zwischen Westend und Mitte standortübergreifend organisiert. Die beiden Häuser liegen beide in der Nähe des nordwestlichen S-Bahn-Rings, sind also für Pflegefachpersonen aus dem Norden und Westen der Stadt gleichgut zu erreichen.

Schichten, die nicht aus den Teams heraus besetzt werden können, möchten wir lieber mit unseren eigenen Springern besetzen als mit Leasingkräften.

An wen richtet sich der neue Springerpool?

In einem Springerpool können wir natürlich flexiblere Arbeitszeiten und bis zu einem gewissen Grad Wunschdienste anbieten. Das führt zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Aber unsere Hauptzielgruppe für dieses Projekt sind Pflegefachkräfte, die ein Interesse an verschiedenen Fachbereichen im Krankenhaus haben oder sich erstmal ausprobieren möchten, bevor sie sich festlegen – wie in einem Jobrotationsprogramm.

Sie können zwei sehr interessante Krankenhausstandorte im Zentrum Berlins kennenlernen: Unser wunderschönes, denkmalgeschütztes Krankenhaus mit dem grünen Skulpturengarten in Westend und unser kleines, familiäres Krankenhaus in Mitte, an dem die Mitarbeiten so schätzen, dass jeder jeden kennt und dass die Mitarbeiterschaft so divers ist. Bestimmte Fachabteilungen wie die Belegklinik oder die Thoraxchirurgie gibt es jeweils nur an einem Standort. Wenn ich an einem Standort fest angestellt wäre, könnte ich nicht beide kennenlernen – im neuen Springerpool kann ich wechseln.

Können Sie die Vorteile für den Springerpool zusammenfassen?

Im neuen standortübergreifenden Springerpool kann man die DRK Kliniken Berlin intensiv kennenlernen, ohne sich gleich festzulegen. Wir berücksichtigen bei der Einsatzplanung die persönlichen Fachbereichs-/Stations-Favoriten. Mal starten die Springer ihren Feierabend mit den Kolleg*innen im grünen Skulpturengarten in Westend, mal im internationalen Kiez in Mitte/Wedding.

Weil die Springer flexibel sind, was den Einsatzort angeht, sind wir flexibel, was die Wunscharbeitszeiten angeht. Dienstplanwünsche und Fragen unserer Springer nehmen Deine Ansprechpartner*innen per WhatsApp entgegen. Ganz kurzfristige Einsätze sind selten, auch unsere Springer werden meist sechs Wochen im Voraus fest eingeplant. Wir garantieren Dir eine gute Einarbeitung an beiden Standorten und einen festen Ansprechpartner. Dazu kommen die Benefits, die alle Mitarbeitenden bei den DRK Kliniken Berlin haben.

Gibt es Regeln die die Wunschdienste und die Aufnahme in den standortübergreifenden Springerpool?

Die Regeln sind, dass man eine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger / Krankenschwester / Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger beziehungsweise in Zukunft Pflegefachfrau / Pflegefachmann (w/m/d) mitbringen muss. Wunschschichten sind bis zu einem gewissen Grad möglich, aber ein Wochenende im Monat muss mit abgedeckt werden. Ansonsten müssen die Wünsche der Springer natürlich miteinander abgestimmt werden. Es hängt von den individuellen Vorlieben ab, ob sich alles gut ergänzt.

Auch interne Mitarbeitende können in den Springerpool wechseln, wenn sie phasenweise mehr Flexibiliät brauchen oder Langeweile an ihrem Arbeitsplatz bekommen und sich weiterentwickeln möchten. Insofern ist der Springerpool auch ein Mittel zur Personalentwicklung. Langfristig ist aber unser Ziel für die Springer, sich für eine (andere) Abteilung zu entscheiden und fest dorthin zu wechseln. Wir Pflegedienstleiterinnen stehen dabei beratend zur Seite.

Interview: DRK Kliniken Berlin/Maja Schäfer

Du bist Pflegefachkraft und allergisch gegen Langeweile? Und außerdem kannst Du Dich flexibel auf neue Situationen einstellen? Dann bist Du in unserem Springerpool Mitte / Westend genau richtig. Bewirb Dich hier!

Maja_Schaefer, am 19. April 2021
Aktuelles
Artikel teilen:
110