„Man bekommt ein anderes Bewusstsein für den Wert des Lebens“: Nicole und Katrin, Arzthelferinnen

44 Mitarbeiter*innen der DRK Kliniken Berlin haben im Jahr 2023 eine Prämie von 1.500 € ausgezahlt bekommen, weil sie uns Bekannte als neue Mitarbeiter*innen empfohlen haben und diese tatsächlich auch eingestellt wurden und die Probezeit bestanden haben! Unser Werkstudent David hat eins der Tandems getroffen, um die persönliche Geschichte zu erfahren: Nicole und Katrin sind beide gelernte Arzthelferinnen, an unserem Standort Köpenick tätig und fast ein Leben lang befreundet.

Wenn aus Freundschaft Familie wird

Bereits mit 16 Jahren lernten sich Nicole und Katrin in der Ausbildung kennen. Und wie es so oft der Fall ist, trennten sich irgendwann nach Beendigung derselben ihre Wege. Doch das nur im beruflichen Sinne: ihre Freundschaft hatte Bestand! Obwohl sie in unterschiedliche Richtungen gegangen sind, blieben sie „Non-Stop“ in Kontakt. Aus der Freundschaft wurde irgendwann sogar Familie, so ist Katrin die Patentante von Nicoles Sohn. Und heute arbeiten die beiden Frauen auch wieder zusammen. Doch wie ist es dazu gekommen?

Bei den DRK Kliniken Köpenick seit dem ersten Tag

Katrin war bereits an ihrem ersten Lebenstag zu Besuch in den DRK Klinken Berlin Köpenick. Nein, wir übertreiben nicht! Denn Katrin wurde tatsächlich hier geboren. Und genauso ihre Tochter. Deshalb hat Katrin eine besonders tiefe Bindung zu unserem Krankenhaus in Köpenick. Als Arzthelferin arbeitet sie seit 2011 in einer unserer Fachambulanzen und organisiert die Sprechstunde.

Dabei arbeitet sie eng mit verschiedenen Fachbereichen zusammen, z.B. mit der Unfallchirurgie, der Gynäkologie, der Proktologie und der Allgemeinchirurgie. Die Arzthelferin ist unter anderem für die prästationäre Vorbereitung und Organisation der OPs zuständig. Eine Arbeit, die in ihren eigenen Worten abwechslungsreich und aufregend ist und nie langweilig wird.

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Ein anstrengender Wechsel

Und Nicole? Sie ist derweil nach ihrer Ausbildung in eine private Klinik gegangen. Dort war sie 20 Jahre lang in der Ambulanz als Arzthelferin tätig, bis sie sich etwas Neues wünschte. Sie wechselte in einen ganz anderen Bereich: in eine Softwarefirma, wo sie den Kundensupport und die Kundenbetreuung übernahm, bis ihr die Hilfe am Telefon keine Erfüllung mehr brachte. Sie vermisste das persönliche Miteinander mit Kolleg*innen und die Arbeit mit Patienten*innen.

Wie das so ist bei engen Freundschaften, merkte Katrin schnell, dass Nicole auf der Arbeit nicht mehr zufrieden war und sich erneut einen Jobwechsel wünschte. So schlug Katrin ihr vor, bei den DRK Kliniken Berlin einzusteigen: „Wir suchen Mitarbeitende“, sagte sie, „und es gibt sogar eine Prämie dafür!“. Nicole wog ab und bewarb sich. So also warb Katrin Nicole über unsere Aktion „Mitarbeiter*innen werben Mitarbeiter*innen“ und holte ihre alte Freundin ins Unternehmen.

Springerin in der Endoskopie

Seit 2023 ist Nicole als Springerin in der Endoskopie und für die Stationen 7A und 9A eingeteilt.  Derzeit ist sie als Stationsassistentin in der Station 9A tätig. Ihre Aufgaben sind vielfältig. Sie koordiniert die organisatorischen Belange, die auf der Station anfallen, bereitet die Patient*innenakten auf, nimmt Blut ab und legt Flexülen. Sie ist soweit zufrieden mit der Arbeit bei den DRK Kliniken Berlin, erzählt sie uns.

Trotzdem war der Wechsel für Nicole sehr anstrengend. Verglichen mit der Büroarbeit, wo sie mit sich selbst, der Computersoftware und dem Kunden am Telefon zu tun hatte, war ihre erste Zeit am Standort Köpenick eher hektisch und emotional sehr fordernd. Sie kam am Abend fix und fertig nach Hause und hat sich oft gefragt, ob der Wechsel die richtige Entscheidung war. Diese erste Phase der Unsicherheit überstand sie vor allem durch den freundschaftlichen Support von Katrin. Inzwischen hat sich Nicole eingewöhnt und ist wieder voll im Flow.

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„Diese Menschen brauchen uns gerade sehr!“

Mit der Zeit fiel es Nicole leichter, mit der Situation der Patient*innen umzugehen. Auch der private Ausgleich und die Kommunikation zu Hause haben ihr geholfen. Bei Katrin, die in der Fachambulanz oft mit Krebspatient*innen arbeitet, ist das genauso. Auch sie findet den Austausch darüber im Privaten sehr wichtig. Außerdem hilft es ihr, ganz bewusst auf Distanz zu gehen und das Leben zu genießen. Denn durch die Arbeit bekommt man, sagen beide Frauen, ein ganz anderes Bewusstsein dafür, wie wertvoll das Leben ist. Und so schafft man es dann auch, wieder genug Kraft für die Arbeit aufzubringen, denn wie Katrin es formuliert: „Diese Menschen brauchen uns gerade sehr!“

Freundschaft in der Umkleidekabine

Obwohl die beide Freundinnen nicht auf derselben Station arbeiten, finden sie es beide schön zu wissen, dass sie beide in einem Haus sind. Sie freuen sich immer darauf, sich in der Umkleide zu begegnen, zusammen Feierabend zu machen, wenn es zeitlich klappt. Wenn die Dienstpläne es erlauben, gehen sie gemeinsam zu Fortbildungen und nutzen die Zeit zusammen. Für Katrin ist unser Krankenhaus in Köpenick ein zweites Zuhause. Deshalb freut sie sich umso mehr, dass ihre Freundin auch dort arbeitet. Das gibt beiden ein gutes Gefühl und wie sie es sagen, ganz viel Halt.

Und in ihrer Freizeit? Früher sind Katrin und Nicole oft zusammen tanzen gegangen. Heute ist das weniger geworden, denn beide balancieren Job und Familie. Trotzdem genießen sie noch oft private Zeit zusammen. Sie gehen gerne Fahrrad fahren, feiern Silvester und rutschen zusammen in das neue Jahr und treffen sich immer wieder zum Frühstücken, Kaffee und Quatschen.

Ein wohlverdienter Urlaub

Wie es bei uns so ist, vergeben wir eine Prämie in Höhe von 1.500€ für das erfolgreiche Werben eines*r Mitarbeiters*in. In diesem Fall hat sich Katrin einen wohlverdienten Urlaub davon gegönnt. Da er eigentlich gar nicht geplant war und sie dafür nicht gespart hatte, kam das Geld genau zur richtigen Zeit. Außerdem hat Katrin Nicole zum Essen eingeladen.

David Finkelman-Sanchez, am 02. April 2024
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