„Werte, die verbinden“: Unsere Oberin und unsere Geschäftsführer zu Besuch in der Skatehalle Berlin

Als unsere Kooperation mit der Skatehalle Berlin unter dem Projektnamen „Skate Meets Care“ vergangenes Jahr gestartet ist, war das erstmal nur eine spannende Idee, von der wir nicht wussten, wo sie hinführen würde. Nachdem das Projekt nun aber ordentlich in Schwung gekommen und schon richtig viel passiert ist, haben es sich unsere Oberin und beide Geschäftsführer nicht nehmen lassen, sich das Ganze vor Ort einmal selbst anzuschauen. Hier berichten wir vom Besuch auf dem RAW Gelände in Berlin-Friedrichshain.

Besser kennenlernen und neue Projekte planen

Pünktlich um 9:30 Uhr sind sowohl die Geschäftsführer der DRK Kliniken Berlin als auch die Vorsitzende der DRK-Schwesternschaft Berlin eingetroffen. Oberin Doreen Fuhr, Dr. Christian Friese, Oliver Grüner und Isabell Berger, die Leiterin Bildung, Kommunikation und Einrichtungen, wurden herzlich vom Vertreter der Skate RAW gGmbH, Gregory Zirngibl, begrüßt. Auch der Initiator der Zusammenarbeit und Projektleiter, Alex Warnke, durfte bei dem Treffen nicht fehlen. „Ich freue mich, dass wir uns heute in diesem Kreis treffen können“, sagt Alex. „Wir wollen uns besser kennenlernen und darüber sprechen, was bisher schon passiert ist und welche Projekte wir als nächstes planen und realisieren wollen.“

Zum Start ein Rundgang über das Gelände

Mit einem Rundgang über das Gelände und einer Besichtigung der Räumlichkeiten der Skatehalle Berlin startete der Besuch. Herr Zirngibl stellte die Geschichte des RAW Geländes kurz vor und berichtete vom holprigen Weg bis zur heutigen Situation der Skatehalle. Nächste Station war ein Jugendarbeitsraum: Hier präsentierte Gregory Zirngibl den Besuchern die bisherige Arbeit des Drop In e.V..

Der Drop In e.V. ist einer von vier Gesellschaftern, die die Skatehalle Berlin betreiben und gemeinnützige Arbeit für Jugendlichen leisten. Der Verein bietet Jugendlichen mit Migrationshintergrund etwa Deutschkurse, Nachhilfe oder Integrationskurse an. „Das Skateboard ist Mittel der Kommunikation. Er funktioniert wie ein Magnet. Sobald die Kinder die Boards sehen, fangen sie an, damit zu spielen, setzen sich drauf oder versuchen, damit zu fahren“, erzählt Zirngibl. „Egal, ob die Kinder schüchtern sind oder die deutsche Sprache noch nicht beherrschen. Mit dem Skateboard bauen wir eine Verbindung auf und nehmen die Kommunikation auf.“ Zurzeit sind die Aktionen des Vereins auf Berlin fokussiert. Der nächste Schritt sollen Angebote auf bundesweiter Ebene sein. Geplant sind Termine in Schulen und Flüchtlingslagern, zu denen man auch das Obstacle (Skate-Hindernis), welches die DRK-Schwesternschaft Berlin gesponsert hat, mitnehmen möchte.

Der Trainingsraum für den Olympiakader muss erneuert werden

Bei der Besichtigung der eigentlichen Skatehalle und des Außenparcours‘ erlebten die Besucher ein Kinderkurs, der gerade stattfand. Erst seit ein paar Tagen können die regulären Kurse unter Hygienemaßnahmen und mit negativen Tests für maximal 20 Personen pro Kurs wieder stattfinden. Die Nachfrage ist groß – alle Sommerkurse für Kinder waren innerhalb von zwei Tagen ausgebucht.

Hinter dem Hauptraum der Skatehalle befindet sich ein weiterer kleiner Raum mit zwei Rampen. Dieser Raum entpuppt sich als nächstes großes Projekt: „In unserer Halle trainiert der deutsche Olympiakader. Leider entsprechen unsere Hindernisse nicht den Olympia-Standards. Die Rampen sind zu klein und sehr abgenutzt“, berichtet Gregory Zirngibl. “Wir haben schon ein Konzept für diesen Raum vorbereitet. Jetzt sammeln wir Geld für die Umsetzung.“ Durch einen unter der Rampe versteckten Durchgang ging es zur letzten Station der Besichtigung: zum Außenbereich mit einem kleinen Parcours, dem Restaurantbereich und dem geplanten Freiluftkino.

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Go Skateboarding Day 2021

Am 21. Juni 2021 feierte die Skatehalle Berlin auf dem Außenparcours den Internationalen Tag des Skateboarding. Die DRK Kliniken Berlin waren auch ein Teil der Veranstaltung: Unser Mitarbeiter Alex Warnke hat das Team der Skatehalle den ganzen Tag begleitet und unterstützt. Hier fand „Skate meets Care“ leibhaftig statt. Denn das ist eines der Ziele unserer Zusammenarbeit: Interesse für die Ausbildung in der Pflege an unserem BIZ Bildungszentrum zu wecken.

Am Internationalen Tag des Skateboarding war eine Truppe Skater mit unserem Obstacle in der Stadt unterwegs um die Berliner vom Skaten zu begeistern. Sowohl die Brosche der DRK-Schwesternschaft Berlin als auch das Logo der DRK Kliniken Berlin auf dem Hindernis, dazu die Skyline von Berlin, waren unübersehbar und ein echter Hingucker. Am Abend gab es ein großes Fest mit einem Wettbewerb im „Ollie“ Springen (ein Trick, bei dem man mit dem Board unter den Füßen über ein Hindernis springt). Dabei wurde der beste Videoclip von dem Skatetrick ausgewählt.

Speziell für diesen Tag wurde auch ein komplizierter Parcours mit Seilbahn und kleinem Schwimmbad aufgebaut. „Der Parcours war unter den Skatern sehr beliebt, aber noch interessanter war unser Obstacle, das wir mitten drin positioniert hatten“, erzählt Alex. „Es war nicht einfach, den Parcours zu fahren, vielleicht lag seine Popularität gerade daran. Besonders die erfahrenen Skater hatten sehr viel Spaß, ihn auszuprobieren.“

Das Skateboard verbindet die Generationen

Die Skatehalle Berlin ist für jeden offen, unabhängig von Herkunft, Alter, Geschlecht oder körperlicher Verfassung. Es werden sowohl offene Slots angeboten, an denen alle teilnehmen dürfen, als auch gruppenbezogene Slots. „Die Nachfrage ist groß und unabhängig von Alter oder Erfahrung beim Fahren. Wir bieten verschiedene Kurse an, sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Skater. Die frühen Slots sind für Schüler gedacht und die Afterwork Slots sind eher an ein erwachsenes Publikum gerichtet. Wir haben auch eine Gruppe von Rollstuhlfahrern, die bei uns regelmäßig trainieren. Es ist unglaublich, was sie alles können und wie hoch sie springen“, erzählte Gregory Zirngibl.

Auch das Team des Vereins ist sehr divers: „Wir sind etwa 25 Personen, einige festangestellt, aber auch viele Praktikanten und Freiwillige. Der jüngste in unserem Team ist 16, der älteste fast 60 Jahre alt – eine gute Mischung. Die jungen Menschen bringen die verrücktesten Ideen mit, die Erwachsenen die Erfahrung, die bei der Realisierung hilft. Egal ob Mann oder Frau, jung oder alt, unsere Herzen schlagen für diesen Ort und seine Mission.“

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Eine Mission, die verbindet

Skateboarding ist zweifelsohne ein Sport, der Menschen miteinander verbindet und eine nicht zu unterschätzende soziale Komponente hat. Über Herkunft, Kultur und Geschlechter hinweg, teilen Skater auf der ganzen Welt die Herausforderung und den gemeinsame Spaß. Die Verbindung dieser beiden Aspekte ist der Grundbaustein für die Flüchtlings- und Integrationsarbeit der Skatehalle Berlin, die die DRK Kliniken Berlin gerne unterstützen. „Ein gesellschaftspolitisches Anliegen, das auch für unseren Verein, die DRK-Schwesternschaft Berlin, eine zentrale Bedeutung hat. Eine Verbindung, die erst auf den zweiten Blick ersichtlich wird“, formulierte Oberin Doreen Fuhr. „Sich persönlich kennenzulernen und weitere Projekte abzustimmen, sich gegenseitig zu fordern und zu fördern, ist sehr gewinnbringend.“

Dank der Partnerschaft mit den DRK Kliniken Berlin wurde es den Profis ermöglicht, in der Pandemie zu trainieren. Auch beim Ausbau der Infrastruktur wurde die Skatehalle Berlin unterstützt. „Ich bin wirklich begeistert, wie sich das Projekt entwickelt hat. Man sieht und spürt wie die Herzen des Teams für diesen Ort und seine Mission schlagen“, resümierte Geschäftsführer Dr. Friese. „Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit, in der wir die gegenseitigen Benefits weiter ausloten werden.“

Text: DRK Kliniken Berlin / Katarzyna Marek-Pokorny

Katarzyna, am 02. Juli 2021
Aktuelles, Hobbys
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