Sarah ist seit 2023 leidenschaftliche Sozialarbeiterin am biz Bildungszentrum der DRK Schwesternschaft Berlin. Als Corporate Influencerin hat sie nun die Möglichkeit, ihre besondere Arbeit auf ihrem Kanal @sarah_drk.bln zu zeigen. Dabei ist ihr vor allem die Botschaft an die Auszubildenden wichtig: Ihr müsst nicht erst kommen, wenn es brennt, kommt einfach, wenn Euch etwas beschäftigt.

Ich möchte vor allem noch nahbarer werden. Die Auszubildenden sollen wissen: Zu Sarah kann ich mit allem kommen. Und zwar nicht erst zum Feuer löschen. Man kann auch mit kleinen, niederschwelligen Themen zu mir kommen, wenn man einfach mal quatschen möchte. Ohne dass man erst beweisen muss, dass das Problem groß genug ist. Und vielleicht hilft Social Media dabei, die Hemmschwelle zu senken. Wenn man jemanden schon ein bisschen kennt und weiß, wie die Person tickt, ist es vielleicht leichter, irgendwann tatsächlich zu ihr zu gehen und zu sagen: „Sarah, ich wollte mal mit Dir reden.“
Die Pflegeausbildung ist nicht ohne. Man macht viele Erfahrungen zum ersten Mal, vielleicht erlebt man zum ersten Mal den Tod eines Menschen oder begegnet einem besonderen Schicksal. Da gibt es eigentlich ständig Dinge, über die man reden könnte. Ich möchte mit meinem Kanal zeigen: Dafür bin ich da. Und natürlich auch, was wir Sozialarbeiter*innen am biz überhaupt anbieten: von bewegter Pause mit Tischtennis bis hin zum Prüfungssupport durch spezielle Lernmethoden.
Gleichzeitig möchte ich zeigen, was der Beruf der Sozialen Arbeit an einer Pflegeschule ausmacht. Für diese Arbeit brenne ich sehr. Viele wissen wahrscheinlich gar nicht, wie vielfältig unsere Aufgaben sind.
Mein beruflicher Weg war eine ziemliche Reise. Ich habe zuerst Afrikanische Ethnologie und Theaterwissenschaften studiert, das Studium war mir aber immer zu theoretisch und im Praxissemester habe ich dann gemerkt, dass ich direkt mit Menschen arbeiten möchte. So entstand der Plan, Soziale Arbeit zu studieren. Bis dahin war ich irgendwie in allem immer durchschnittlich: nie herausragend gut, aber auch nie besonders schlecht. Im Studium der Sozialen Arbeit war dann etwas neu: Ich musste mich nie anstrengen und war plötzlich in etwas wirklich gut. Ich habe sofort gemerkt: Die Arbeit geht mir richtig gut von der Hand!
In der Sozialen Arbeit zählen Qualitäten, die über gute Noten hinausgehen: Hier ist eine empathische und offene Art viel relevanter. Es geht darum, Menschen zu sehen, zuzuhören und ihnen das Gefühl zu geben, dass sie mit ihren Anliegen willkommen sind. Ich habe gemerkt: Hier muss ich mich nicht verbiegen, sondern passe super rein, genau wie ich bin.
Was ich an meinem Beruf liebe, ist, dass er wahnsinnig vielseitig und komplex ist. Wir helfen den Auszubildenden in allen möglichen Belangen: sei es privat oder beruflich. Dafür müssen wir uns in unterschiedlichste Themen einarbeiten und vor allem lernen, wie wir an Informationen kommen können.
Unsere Türe steht den Auszubildenden immer offen und wir versuchen für jede Art von Problem da zu sein. Hier gilt es auch das richtige Angebot zu schaffen: Manchmal ist es ein intensives Gespräch notwendig, manchmal reicht aber auch ein kurzer Austausch. Mir gefällt es, die Auszubildenden dabei zu unterstützen, ihre Probleme zu lösen und ihnen den optimalen Rahmen zu stecken, um ihre persönlichen Ziele zu erreichen. Dabei ist Humor ist für mich ein wichtiges Hilfsmittel für die meisten Dinge. Mein Motto ist deshalb: Ein Lächeln zu schenken, macht zwei Leute fröhlich.
Ich habe mich mit anderen Sozialarbeiter*innen zusammengeschlossen und ein Konzept für die Soziale Arbeit an Pflegeschulen entwickelt. Dabei haben wir aus unserer alltäglichen Praxis einen Standard geschaffen, der angibt, was Sozialarbeiter*innen an Pflegeschulen brauchen, um eine gute Arbeit machen zu können. Dieses Konzept wird bald auch vom Senat veröffentlicht. Das finde ich unglaublich spannend, weil es über die tägliche Arbeit mit den Auszubildenden hinausgeht. Langfristig könnte ich mir gut vorstellen, noch stärker in diese gestalterische Arbeit einzusteigen. Ich möchte dazu beitragen, gute Voraussetzungen für gute Soziale Arbeit an Pflegeschulen zu schaffen. Denn davon profitieren am Ende auch die Auszubildenden.