„Dass sich die Bewohner*innen wohlfühlen, ist uns allen sehr wichtig“: Dominique, Qualitätsbeauftragte

Es gibt sooo viele Möglichkeiten, sich nach der Ausbildung als Pflegefachfrau und ein paar Jahren Berufserfahrung weiterzuentwickeln! Das sieht man zum Beispiel an unserer Qualitätsbeauftragten Dominique. Sie hat mega viel Energie und schaut in unserer Pflegeeinrichtung „Pflege und Wohnen Mariendorf“, immer mit Blick auf die Bewohner*innen und Pflegekräfte, dass der Laden gut läuft. Neben ihrem abwechslungsreichen Job wuppt sie noch ihr buntes Familienleben mit drei Kindern. Bei ihr ist immer was los!

Wie bist Du Qualitätsbeauftragte geworden?

Nach meinem Abitur habe ich 1999 zuerst die Ausbildung als Pflegefachfrau bei den DRK Kliniken Berlin Westend begonnen. Anschließend habe ich einige Jahre dort auf der Gastroenterologie gearbeitet und nebenbei Pflegemanagement studiert. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt eine ganz tolle Stationsleiterin, die mich immer sehr motiviert und unterstützt hat. Während meines Studiums habe ich in Teilzeit gearbeitet. Mir wurde es ermöglicht, in den Semesterferien mehr und während der Semestern weniger zu arbeiten. Da waren alle sehr flexibel und das hat mir die Zeit der Doppelbelastung sehr erleichtert.

Im Anschluss an mein Studium wurde zufällig eine Stelle im Qualitätsmanagement am Standort Westend frei, die ich bis zur Geburt meiner ältesten Tochter besetzt habe. Nach der Elternzeit bin ich 2011 hierher in unsere Pflegeeinrichtung „Pflege und Wohnen Mariendorf“ gewechselt. Damals hatte ich die Doppelfunktion als Stellvertretende Pflegedienstleitung und Qualitätsbeauftragte. Ich habe dann noch meine beiden jüngeren Kinder bekommen und arbeite seitdem in Teilzeit hauptsächlich als Qualitätsbeauftragte. Ich mag diesen Standort unheimlich gern und bezeichne es manchmal als meine zweite Familie. Jeder kennt jeden und es stehen immer alle Türen offen. Das ist ein tolles Arbeitsklima!

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Wieso hast Du Dich damals für die DRK Klinken Berlin entschieden?

Ich hatte glücklicher Weise mehrere Angebote, aber mich hat die Zugehörigkeit zur DRK-Schwesternschaft Berlin gereizt. Das hörte sich irgendwie anders und spannend an. Ich bin dann also auch Rotkreuzschwester geworden, weil ich dieses Gemeinschaftsgefühl sehr schätze!

Zur damaligen Zeit war man froh, überhaupt einen Ausbildungsplatz zu bekommen, und nach der Ausbildung eine Festanstellung zu erhalten, war fast wie ein Sechser im Lotto. Man kann sich das heute gar nicht mehr vorstellen, aber es gab 2002 einen Einstellungsstopp in Berlin. Das war schon etwas ganz Besonderes, wenn man übernommen wurde. Ich weiß noch, wie stolz ich gewesen bin! Und ich muss sagen, ich habe es auch nie bereut, zu den DRK Kliniken Berlin gegangen zu sein. Ich wurde hier immer gepusht, gefördert und glücklicher Weise ist das Klima fast überall herzlich.

Diese positive Einstellung mag ich auch an meinem jetzigen Standort. Obwohl wir ganz verschiedene Persönlichkeiten bei uns beschäftigt haben, funktionieren wir als Team. Wir haben Menschen hier, die schon Jahrzehnte bei uns sind, aber auch Neueinsteiger*innen, die frischen Wind reinbringen 😉 Wir haben flache Hierarchien und können uns aufeinander verlassen – jeder ist auf Augenhöhe miteinander. Aber letztendlich liegt es auch immer an einem selbst, wie man sich einbringt.

Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus?

Ich bin zum Beispiel für die Begehungen der einzelnen Wohnbereiche zuständig und schaue da, dass alles gut läuft und das gewisse Standards, die gesetzlich vorgegeben sind, wirklich eingehalten werden. So erkenne ich schnell, welche Bereiche und Prozesse wir noch optimieren können. Zudem gucke ich, quasi als Externe, mit auf die Pflegedokumentation unserer Bewohner*innen und unterstütze unseren Sozialdienst bei der Aufnahmeplanung.

Wenn wir Anfragen erhalten, ob wir eine*n neue*n Bewohner*in aufnehmen können, überlegen wir vorher, ob der- oder diejenige zu uns passt. Dafür machen wir Hausbesuche in der alten Umgebung der Menschen und sprechen außerdem mit ihren Angehörigen. Und wir schauen bei der Zimmerbelegung, dass Temperament, Agilität oder die vorherige Krankengeschichte ähnlich sind, wenn die Personen in ein Doppelzimmer einziehen sollen. Uns ist ein harmonisches Zusammenleben unserer Bewohner*innen unheimlich wichtig, damit sich alle bei uns wohlfühlen können.

Außerdem arbeite ich eng mit unserer Pflegedienstleiterin Heidrun Grundwald und der Stellvertretenden Pflegedienstleiterin Melanie Rust zusammen. Daneben unterstütze ich bei der Planung und Organisation diverser Veranstaltungen, wie zum Beispiel des Boys‘ Days, plane Fortbildungen und führe sie durch und koordiniere Fallbesprechungen auf den Wohnbereichen. Da wir hier in Mariendorf ein recht kleines Team sind, übernehme ich aber auch allerhand Aufgaben, die nicht klassisch zu denen einer Qualitätsbeauftragten gehören. Das macht meinen Arbeitsalltag sehr bunt und abwechslungsreich.

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Gibt es ein Projekt, was Du besonders magst?

Tatsächlich gibt es hier am Standort einen Pilateskurs, der von Jasmin, unserer Leiterin der Elternschule der DRK Kliniken Berlin Westend angeboten wird. Ich habe dieses Projekt gemeinsam mit den Kolleginnen vom Betrieblichen Gesundheitsmanagement vorangetrieben. Der Kurs findet jeden Donnerstag um 15 Uhr statt und ist super kostengünstig, weil ein Teil des Beitrags durch das Unternehmen getragen wird. Durch eine 10er Karte kann man spontan entscheiden, wann man teilnimmt, weil man nur zahlt, wenn man wirklich anwesend ist. Wir haben darauf geachtet, dass alle Mitarbeitenden – egal ob aus dem Früh- oder Spätdienst – teilnehmen können.

Jasmin ist auch sehr flexibel und schaut immer, was gerade die jeweiligen Bedürfnisse der Teilnehmenden sind. Es ist schon ein Unterschied, ob man in der Verwaltung, der Physiotherapie oder eben in der Pflege arbeitet. Als Pflegefachkraft ziept es eher mal im Rücken, während wir in der Verwaltung viel am Computer sitzen, was Kopfschmerzen verursachen kann. Ich selber gehe regelmäßig zu unserem Pilateskurs, um mich fit zu halten 😉

Da wir uns in diesem Jahr für den Gesundheitspreis der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) bewerben wollen, passt es jetzt gerade sehr gut, dass wir jetzt diesen Pilateskurs hier in Mariendorf anbieten. Der Förderpreis wird abwechselnd an Einrichtungen der Altenpflege, der Behindertenhilfe sowie an Krankenhäuser verliehen. Man muss zum Beispiel ein faires Miteinander im Team, eine gute Führung, entsprechende Arbeitszeitmodelle, Früherkennung und effektive Prävention nachweisen. Kurz: ein fortschrittliches Betriebliches Gesundheitsmanagement.

Was machst Du außer Pilates als Ausgleich in Deiner Freizeit?

Oh das ist eine gute Frage: in erster Linie sind meine drei Kinder mein Ausgleich. Sie nehmen natürlich einen großen Teil meiner freien Zeit in Anspruch. Ich begleite sie zu ihren Hobbys, unterstütze für die Schule oder wir machen uns einfach als Familie einen schönen Nachmittag zusammen. Wir haben ein Häuschen im Grünen, da hege und pflege ich unseren Garten. Da gibt es immer einiges zu tun. Aber ich treibe auch gern und viel Sport – nicht nur Pilates mit meinem Team!

Aline Creifelds, am 17. Mai 2023
Geriatrie | Altenpflege, Mariendorf
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