„Ich kann einen großen Erfahrungsschatz weitergeben“: Ingrid, Krankenpflegerin in der Gynäkologie

Gesundheits- und Krankenpflegerin Ingrid arbeitet seit insgesamt 39 Jahren bei den DRK Kliniken Berlin und seit 25 davon in der Gynäkologie und Geburtshilfe. Warum ihr das nie langweilig geworden ist, erzählt sie in unserem Karriereblog. Ingrids Geschichte ist der Auftakt zu einer Serie von „Success Stories“, in der wir euch Kolleg*innen vorstellen, die schon lange bei uns sind und ihr Berufsleben der Pflege gewidmet haben.

Seit der Ausbildung im Haus

Schon ihre Ausbildung zur Krankenschwester hat Ingrid in unserem Unternehmen gemacht. Direkt nach ihrem Abschluss hat sie ihre Karriere in der Chirurgie eines DRK Krankenhauses in Lichterfelde begonnen, das heute nicht mehr zu uns gehört. „Als ich angefangen habe, gab es dort nur zwei Abteilungen: eine Innere und eine Chirurgische Abteilung.“

Vor 25 Jahren hat die DRK-Schwesternschaft Berlin die so genannte Frauen- und Kinderklinik in der Pulsstraße übernommen. „Kurz danach hat man sich dann entschieden, die Abteilung umzustrukturieren und umzubenennen zur Gynäkologie und Geburtshilfe, die an den Standort Westend zog. Das hat mir sofort gefallen, weil es ein umfangreiches Aufgabengebiet war, und ich habe mich beworben. Damals hatten wir Kolleg*innen wenig Ahnung davon, aber wir haben uns alle sehr schnell eingearbeitet, sowohl in das Thema als auch in das neue Team.“

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Neue OP-Techniken, neue Behandlungsmethoden, neue Aufgaben

Aber wie ist es, so lange auf derselben Station zu arbeiten? „Manchmal werde ich gefragt, ob mir das nicht langweilig wird“, schmunzelt Ingrid. „Es ist aber nicht immer dasselbe.“ Innerhalb der letzten Jahre gab es große Fortschritte in der Medizin. Neue OP-Techniken wurden eingeführt und neue Behandlungsmethoden entwickelt – und damit kamen neue Aufgaben auf das Pflegeteam zu.

„Ich lerne ständig neue Dinge und kann mich weiterentwickeln. 2005 habe ich eine Fortbildung als Praxisanleiterin gemacht und 2017 eine Fortbildung als Wundexpertin. Es gibt ein großes Angebot und man kann es für sich nutzen“, meint Ingrid.

Als Praxisanleiterin ist es ihre Aufgabe, den Schüler*innen zu zeigen, wie man das, was man im Unterricht gelernt hat, im Arbeitsalltag auf Station anwendet. Es geht darum, ihre Arbeit zu beurteilen und mit dem Team unseres Bildungszentrums die Prüfungen abzunehmen. Unterstützt wird sie dabei von unseren Zentralen Praxisanleiter*innen. Das ist aber nur ein Teil von Ingrids Arbeit. Besonders viel Zeit verbringt die Krankenschwester mit der Beratung der Frauen, die gerade entbunden haben, organisatorischen Aufgaben auf der Station und mit der Dokumentation.

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In der Freizeit sind die Enkel dran

„Mein Job ist manchmal stressig, weil wir viel Wechsel bei den Patient*innen haben. Die Mütter mit ihren Neugeborenen verlassen unsere Station ja in den meisten Fällen nach wenigen Tagen wieder. Andererseits ist dieser Bereich körperlich weniger anstrengend als zum Beispiel in der Geriatrie, nur laufen muss man viel. Wir müssen viel wissen und uns schnell auf neue Situationen einstellen.“

„Das Aufgabengebiet ist breit gefächert: Wir versorgen frisch entbundene Frauen mit ihren Babys, Schwangere, die erkrankt sind und Frauen mit Krebserkrankungen. Deshalb ist die Arbeit in der Gynäkologie sehr abwechslungsreich.“ Um den Stress aus dem Arbeitsalltag abzubauen, konzertiert sich Ingrid nach der Schicht auf andere Dinge. „In der Freizeit verbringe ich sehr viel Zeit mit meiner Familie. Ich habe zwei Enkel, um die ich mich sehr gerne kümmere. Dazu nähe ich sehr gerne und stelle Seife her.“

Eine berufliche Laufbahn hat auch ihre Schattenseiten

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie war für Ingrid nicht immer leicht. „Schwierige Zeiten waren es, als meine Kinder klein waren. Schichtdienst gehört halt zu meinem Job. Aber sowohl das Unternehmen als auch meine Familie haben mir geholfen. Damals habe ich mich entschieden, in Teilzeit zu arbeiten, und sobald die Kinder selbstständiger wurden, bin ich in Vollzeit zurückgekehrt.“

Ingrid hat auch kurz überlegt, die Abteilung zu wechseln. „Vor 15 Jahren habe ich zwei Tage auf der Intensivstation hospitiert“, erzählt sie. „Ein Wechsel hat sich aber damals einfach nicht ergeben. Ich bin nicht traurig darüber, denn ich bin sowieso eher ein Gewohnheitsmensch. In unserem Team herrscht ein sehr gutes Arbeitsklima. Wir arbeiten schon seit 25 Jahren zusammen. Es sind vom ursprünglichen Team noch acht Kollegen übriggeblieben. Erst vor kurzem haben uns die ersten zwei Kollegen verlassen. Sie sind aber nicht in ein anderes Unternehmen gegangen, sondern in Rente!“ In sechs Jahren ist es bei Ingrid soweit. „Bis dahin kann ich meinen Erfahrungsschatz weitergeben, ich bin nähmlich sehr sicher in meinem Arbeitsgebiet“, sagt sie stolz.

Maja_Schaefer, am 27. Juli 2021
Gynäkologie | Geburtshilfe, Westend
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