Neue Fußböden und alte Bekannte: Die neue geriatrisch-alterstraumatologische Station in Köpenick ist fast fertig 🚧

Vor ziemlich genau vier Monaten hatten wir euch von den Bauarbeiten in der neuen geriatrisch-alterstraumatologischen Station berichtet, die wir im Herbst in den DRK Kliniken Berlin Köpenick eröffnen werden. Jetzt können wir vermelden: Wir sind fast fertig! Die ersten Mitarbeiter*innen im ganz neuen Team haben ihre Arbeit schon aufgenommen, Sozialarbeiterin Kathrin zum Beispiel, aber Last-Minute-Jobs für Pflegefachkräfte und Physiotherapeut*innen haben wir noch frei. Meldet euch gerne!

Weiß und gelb und lichtdurchflutet

Eigentlich wollen wir durch den kleinen Seiteneingang gegenüber der Notaufnahme in die neue geriatrisch-alterstraumatologische Station schlüpfen, um uns anzuschauen, was aus dem engen, dunklen, staubigen Flur geworden ist, den wir im März zuletzt gesehen haben. Doch ein Absperrband hindert uns daran. Heute wird nämlich ausgerechnet in diesem Bereich der neue, sonnengelbe Fußboden verlegt. Aber was man sofort sieht: wie freundlich, hell und großzügig die Räumlichkeiten geworden sind. Die Etage ist wirklich kaum wiederzuerkennen!

Der Eingang zur Geriatrie / Alterstraumatologie aus der Lobby ist auch noch mit dicken Rigips-Platten zugemauert, damit die Patient*innen und Besucher*innen von den Bauarbeiten nicht allzu sehr gestört werden. Also laufen wir einen Umweg, einen Slalomparcours treppauf, treppab, linksherum und rechtsherum, bis wir endlich in der neuen Station stehen. Quirlig wie gewohnt probiert Pflegedienstleiterin Astrid Weber hier einen Lichtschalter und dort die Knöpfe am Baustellen-Radio – einem echten Altertümchen – aus. Sie schaut in ein neues Badezimmer hinein, in dem das Wasser im Spülbecken volle Pulle aufgedreht ist, um die Rohre durchzuspülen.

Bitte nicht in der Mittagsruhe bohren und sägen

Und dann treffen wir Martina Fischer, Bereichsleiterin Physiotherapie (auf dem Foto mit dem Maler auf der Leiter), die auch das Physiotherapeut*innteam auf der neuen Geriatrie / Alterstraumatologie unter ihrer Fittiche haben wird. Gerne hätte sie uns die Kollegin vorgestellt, die als erste Physiotherapeutin auf der neuen Station arbeiten wird, aber die ist ausgerechnet heute nicht da. Macht nichts, dafür steht Christian Bohm, der Technische Leiter, plötzlich auf der Matte. „Ich bin übrigens die, die immer am Telefon gemeckert hat, wenn in der Mittagsruhe gebohrt wurde“, sagt Martina augenzwinkernd zu ihm.

Der Technische Leiter zeigt totales Verständnis: „Noch vier Wochen, dann sind wir durch!“ Er selbst wird dann auch drei Kreuze schlagen, denn dass dieses Projekt so aufwändig werden würde, wie es letzten Endes war, hat er sich vorher auch nicht träumen lassen. „Ich habe in meinem Leben schon viel gebaut und viel gesehen, aber das war wirklich was Besonderes.“ Es gab zahlreiche Hindernisse und Herausforderungen zu bewältigen. Zuerst hat die Pandemie den Baubeginn verzögert. Dann kamen in dem Gründerzeitgebäude von 1914 Probleme mit der Bausubstanz auf.

„Erst wenn man Grundrissveränderungen vornimmt, tragende Wände durch Stahlträger ersetzt, oder den Putz abklopft, kommen dahinter Dinge zum Vorschein, die heutigen Standards nicht mehr gerecht werden“, erklärt Christian Bohm. Vom Brandschutz bis zur Lüftungstechnik musste alles nachgerüstet werden – und das möglichst, ohne den Betrieb auf den beiden Stationen obendrüber zu stören. „Irgendwann hat sich das Team Ruhezeiten erbeten. Die ließen sich meistens, aber nicht immer einhalten, denn wir haben ja schließlich einen Eröffnungstermin zu halten.“

Jobsharing im Sozialdienst

Sozialpädagogin Kathrin Tullius (links auf dem Foto mit Astrid Weber am Lichtschalter) kann es kaum erwarten. Erst vor drei Wochen hat sie ihre Arbeit bei uns in Köpenick aufgenommen und bereitet jetzt den Start des Sozialdienstes auf der neuen Geriatrie / Alterstraumatologie vor. Sie hat schon viel Berufserfahrung und war zuvor in einer geriatrischen Fachklinik angestellt. Bei uns arbeitet sie jetzt 50% Teilzeit, und zwar im Jobsharing-Modell. Denn neben der Arbeit braucht Kathrin noch Zeit, um ihren schwerstpflegebedürftigen Vater zu betreuen und am Leben ihrer drei erwachsenen Kinder und ihrer ersten Enkeltochter teilzunehmen. Die kleine Alessia ist jetzt zwei Jahre alt!

Gemeinsam mit einer Kollegin, die ebenfalls 50% arbeitet, besetzt Kathrin eine volle Stelle. Die beiden haben schon vorher zusammengearbeitet. Privat ist man zwar nicht befreundet, aber im Beruf klappt es so gut miteinander, dass die Sozialarbeiterinnen sich gegenseitig versprochen haben: „Wenn wir mal wechseln, dann zusammen!“ Und so haben sie sich auch gleich im Doppelpack bei uns beworben. Für Pflegedienstleiterin Astrid Weber kein Problem – natürlich macht sie Jobsharing möglich, wenn jemand so beeindruckend viel Erfahrung mitbringt! Und wenn die Person dann auch noch einen Daumen hoch von der Abteilungsleiterin bekommt…

Auch an unserem Standort in Mitte sind wir fleißig am Werkeln. Hier eröffnen wir im Oktober eine ganz neue Palliativstation. Wenn Du Pflegefachkraft / Palliativschwester / Altenpfleger*in mit oder ohne Pallative Care Kurs bist, kannst Du Dich hier bewerben! 

Man trifft sich im Leben immer zweimal

Denn auch für Frauke Wittmann ist Kathrin eine alte Bekannte. Die beiden haben ebenfalls bereits in einem anderen Krankenhaus zusammengearbeitet. Irgendwie ist Berlin doch ziemlich klein 😉 . Frauke ist noch vorsichtig mit der Vorfreude: „Das Ende der Bauarbeiten ist für mich nicht so ausschlaggebend wie der Moment, in dem die neue Station erfolgreich angelaufen ist“, sagt sie. Erst dann wird es für sie das „Geschafft!“-Gefühl geben.

Denn die Abläufe in der Geriatrie müssen mit dem neuen Schwerpunkt Alterstraumatologie ganz neu entwickelt werden. „Wir orientieren uns an der Station 2a, der Unfallchirurgie, die mit alterstraumatologischen Patient*innen schon Erfahrung hat“, berichtet Frauke Wittmann. „Für uns im Pflegeteam ist vieles neu, wir müssen da erst reinwachsen. Aber das machen wir ganz in Ruhe und gehen Schritt für Schritt voran.“ Seit die Schränke nach und nach eingebaut werden, ist Frauke häufiger auf der Baustelle, um Details für die Lagerung der Verbrauchsmaterialien abzuklären. Schließlich sollen schon ab 21. August die ersten Patient*innen in der neuen Geriatrie / Alterstraumatologie behandelt werden, auch wenn die offizielle Eröffnung erst Mitte September stattfindet.

Text: DRK Kliniken Berlin / Maja Schäfer

Aline Creifelds, am 28. Juli 2023
Geriatrie | Altenpflege, Köpenick
Artikel teilen:
136