Dein FSJ bei den DRK Kliniken Berlin? Fenja, Pia und Veronika erklären, wie`s geht…

Die DRK-Schwesternschaft Berlin e. V. hat Verstärkung bekommen! Seit Mai 2023 besetzen Pia, Veronika und Fenja das neue FSJ-Büro und betreuen die Freiwilligendienstleistenden, die ab September 2023 ihr FSJ in den DRK Kliniken Berlin starten. Zwar hat keine aus dem Trio selbst ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert – rückblickend hätten sie eine solche Gelegenheit aber gerne ergriffen. Hier stellen sie sich vor…

Ein Team mit vielen Aufgaben

Bislang wurden uns die Freiwilligendienstleistenden vom DRK Landesverband Berlin vermittelt. Seit diesem Jahr sind wir selbst FSJ-Träger und begleiten die jungen Menschen während ihres Freiwilligen Sozialen Jahres. Wir organisieren von der Bewerbung bis zu den Einsatzstellen und den Bildungstagen das komplette Programm. Dafür brauchten wir ein Team aus „Anpacker*innen“, die das alles auf die Beine stellen. Mit Fenja, Pia und Veronika haben wir das jetzt gefunden.

Die drei Frauen sind für die Sichtung der eingehenden Bewerbungen und die anschließenden Bewerbungsgespräche zuständig. Gemeinsam mit den Bewerber*innen schauen sie, welcher Einsatzort in Frage kommt. Das FSJ bieten wir an all unseren Standorten (Westend, Mariendorf, Mitte und Köpenick) in unterschiedlichen Bereichen an.

Veronika, Fenja und Pia gestalten zudem die 25 Bildungstage für und mit den Freiwilligendienstleistenden. An diesen Tagen sind die FSJler*innen nicht in unseren Krankenhäusern auf den Stationen im Einsatz, sondern treffen sich an anderen Orten, um gemeinsam zu lernen und Spaß zu haben. Geplant sind Inhalte und Themen wie Social Media, Nachhaltigkeit, Freizeitaktivitäten wie z. B. Skaten, Klettern oder Graffiti sowie eine Projektarbeit. Spaß, das Gemeinschaftsgefühl, Persönlichkeitsentwicklung und der Austausch untereinander stehen dabei im Fokus. Wichtig ist dem Trio, auch sensible Themen, die den FSJer*innen in unseren Krankenhäusern begegnen werden, wie Sterben und Tod, zu besprechen. Im April nächsten Jahres geht es dann kurz vor Abschluss des Freiwilligendienstes auf eine gemeinsame Seminarfahrt nach Wandlitz.

Welchen Background habt ihr und was macht ihr privat?

Pia: Ich komme aus der Schulsozialarbeit und habe Erziehungswissenschaft studiert. In meinem letzten Job habe ich in einer Brennpunktschule gearbeitet. Dort gab es viele Konflikte und eine hohe Gewaltbereitschaft unter den Schüler*innen. Meine Aufgabe war es, die Jugendlichen im Schulalltag zu unterstützen.

Nach meiner zweiten Elternzeit wollte ich mich anderen Aufgaben widmen und fand die Vorstellung, mit Freiwilligendienstleistenden zu arbeiten, auch lange vorher schon sehr spannend. Ich habe viele Freund*innen, die ein FSJ absolviert haben und davon geschwärmt haben. Als dann diese Stelle bei der DRK Schwesternschaft Berlin e.V. ausgeschrieben war, kam das für mich wie gerufen!

Privat bin ich viel mit meiner Familie unterwegs – meine zwei Kinder halten mich auf Trab. Als Ausgleich treibe ich viel Sport, fahre Fahrrad, gehe reiten und spiele Squash.

Und Du Fenja…

Fenja: Ich habe einen Abschluss in der Erwachsenenbildung/Lebenslanges Lernen und war auch in meinem vorherigen Job Bildungsreferentin. Dort habe ich in der Akademie eines mittelständischen Unternehmens gearbeitet und habe unter anderem Lehrkräfte bei der Umsetzung der digitalen Lehre unterstützt.

Ich habe mir neben der Arbeit in der digitalen Lernumgebung noch mehr Austausch mit Menschen gewünscht. Da kam der neue Job bei der DRK-Schwesternschaft Berlin zur richtigen Zeit: Mich reizt die Mischung aus der administrativen Arbeit und der Gestaltung und Durchführung der Bildungstage. Und gerade die Arbeit mit jungen Menschen macht richtig viel Spaß. Privat bin ich auch sportlich unterwegs, unternehme viel mit Freund*innen und liebe Veranstaltungsformate wie „Sing Dela Sing“. Das ist ein Freistil-Konzert, bei dem das gesamte Publikum gemeinsam mit den Künstler*innen auf der Bühne die Leadstimme singt – das ist sehr witzig.

Ihr kommt alle drei aus dem pädagogischen Bereich…

Veronika: Genau, ich bin wie Pia studierte Erziehungswissenschaftlerin. Ich habe schon in vielen unterschiedlichen Bereichen gearbeitet: Bei meinem vorletzten Job habe ich einen Jugendclub geleitet und viel mit Kindern und Jugendlichen freizeitpädagogisch gearbeitet. Anschließend war ich in der Familien- und Einzelfallhilfe tätig. Dort habe ich gemeinsam mit Familien und Jugendlichen Perspektiven für ihre Zukunft entwickelt und sie dabei unterstützt, wieder auf den richtigen Weg zu kommen.

Ich arbeite einfach gern mit jungen Menschen. Ich finde es toll, dass sich die FSJler*innen sozial engagieren und ich sie auf ihrem Weg unterstützen kann. Zudem kann ich hier auch während der Bildungstage mit ihnen gemeinsam freizeitpädagogisch tätig sein.

Privat liebe ich alles, was mit Sport zu tun hat: Ich bin ausgebildete Fitnesstrainerin und habe eine Trainerlizenz für den Kanurennsport. Ich bin total gern mit meinem Stand-Up Paddle (SUP) unterwegs. Außerdem geh ich gern ins Kino und habe neben meinem Studium als Filmvorführerin gearbeitet.

Warum sollte man ein FSJ absolvieren?

Pia: Als FSJler*in hast Du die Möglichkeit, einen ersten Schritt in die Berufswelt zu setzen. Du lernst viele andere Freiwilligendienstleistende kennen und beschäftigst Dich mit verschiedensten Themen. Für alle Freiwilligendienstleistenden, die im Anschluss eine Ausbildung bei den DRK Kliniken Berlin machen oder Medizin studieren möchten, lohnt sich das FSJ im Krankenhaus zusätzlich, weil sie so gleich das Pflegepraktikum abdecken.

Veronika: Ich finde zudem die Möglichkeit einer Orientierungszeit ganz toll für die eigene persönliche Entwicklung. Sich ein halbes oder ganzes Jahr zu nehmen und sich auszuprobieren, ist doch das Beste, was junge Menschen machen können.

Fenja: Super ist auch die Möglichkeit der Projektarbeit. Zum Beispiel das Projekt „Digitaler Engel“ in unserer Pflegeeinrichtung „Pflege und Wohnen Mariendorf“: Hier können die FSJler*innen den älteren Menschen die digitale Welt eröffnen und erhalten selbst kostenfreie Online-Schulungen, um ein „Digitaler Engel vor Ort“ zu werden. Das ist eine Riesenchance für beide Seiten, voneinander zu profitieren. In Mariendorf arbeiten die Freiwilligendienstleistenden in einem sehr familiären Umfeld. Sie können sich auf die Bewohner*innen einlassen und Beziehungen aufbauen. Auch für Menschen mit wenig Deutschkenntnissen bietet sich die Pflegeeinrichtung in Mariendorf als FSJ-Einsatzstelle an.

Du bist neugierig geworden und hast Lust Dein Freiwilliges Soziales Jahr bei uns in den DRK Kliniken Berlin zu machen? Dann bewirb Dich jetzt!

Wo werden die FSJler*innen eingesetzt?

Pia: Da gibt es ganz viele Möglichkeiten. Unter anderem kann man auf der Intensivstation, der Rettungsstelle, auf der Gynäkologie / Geburtshilfe, Gastroenterologie, Pädiatrie, der Kardiologie oder der Unfallchirurgie eingesetzt werden. Aber wie gesagt, auch in unserem Pflegeheim „Pflege und Wohnen Mariendorf“. Bei unserem Erstgespräch kann man auch schon mal Wünsche äußern, welche wir meistens versuchen zu berücksichtigen. Letztendlich entscheiden das aber die zuständigen (Stellvertretenden) Pflegedienstleitungen. Wenn eine beliebte Station bereits voll ist, wird nach Alternativen geschaut.

Da gibt es sicher vielfältige Aufgaben…

Fenja: FSJler*innen begleiten die Patient*innen zum Beispiel zu diagnostischen und therapeutischen Untersuchungen, sie helfen leichtpflegedürftigen Patient*innen beim Aufstehen und Zubettbringen. Zudem unterstützt man als FSJler*in in der Speisenversorgung in dem man die Essenswünsche erfragt oder Mahlzeiten austeilt und einsammelt.

Pia: Besonders beliebt ist die Betreuungsarbeit. Hier unterhält man sich einfach, spielt gemeinsam oder bietet den Patient*innen Aktivitäten wie kleinere Spaziergänge an. Viele Patient*innen freuen sich, wenn ihnen vorgelesen wird oder man für sie kleinere Besorgungen am Kiosk erledigt. Aber man darf auch schon unter Anleitung pflegerische Aufgaben übernehmen: das kann dann das Messen von Körpertemperatur, Puls oder Blutdruck sein. Das Fachpersonal der Stationen erklärt vorher die entsprechenden Erkrankungen / Besonderheiten der Patient*innen und schult die FSJler*innen darin, Veränderungen zu beobachten und zu erkennen, damit sie diese Informationen entsprechend weitergeben können.

Wir bieten nach dem Freiwilligen Sozialen Jahr elf verschiedene Ausbildungsberufe in unterschiedlichsten Bereichen in unserem Klinikverbund an. Hier kannst Du Dich informieren und bewerben! 

Welche Wünsche habt ihr?

Veronika: Wir möchten für unsere Freiwilligen eine Orientierungshilfe und Ansprechpartnerinnen während ihres FSJ-Jahres sein. Auch im Hinblick auf ihre weitere berufliche Entwicklung. Viele FSJler*innen bleiben im Anschluss für eine Ausbildung bei den DRK Kliniken Berlin. Wir möchten die jungen Menschen fördern und begleiten. Wir fänden es toll, wenn uns die Freiwilligen so vertrauen, dass sie sich jederzeit an uns wenden, wenn sie Fragen haben oder Unterstützung benötigen.

Pia: Wir sind auch erste Ansprechpartnerinnen bei Problemen: Das kann Themen wie Unzufriedenheit oder Schwierigkeiten auf der Station, Unterstützung im Alltag in der Klinik, Beistand im ersten Kontakt mit dem Arbeitsleben, Umgang mit Konflikten und Rollenfindung im Team usw. betreffen. Wir möchten aber auch bei der Berufsberatung und der Findung einer Aufgabe nach dem FSJ unterstützen.

Sehr wichtig ist uns zudem eine enge Zusammenarbeit mit den Einsatzstellen. Wir wollen auf kurzen, persönlichen und unkomplizierten Wegen kommunizieren. Das vereinfacht am Ende die Arbeitswege.

Gibt’s einen Geheimtipp für potentielle FSJler*innen?

Fenja: Wir freuen uns wirklich über alle Interessierten! Wenn eine Bewerbung vollständig ist und sogar noch die Motivation dahinter erkennbar ist, warum jemand ein Freiwilliges soziales Jahr machen möchte – perfekt! Wir laden die Bewerber*innen zu einem ersten Kennenlernen ein, so können wir uns persönlich ein Bild machen. Wir sind immer wieder begeistert, was für tolle, engagierte junge Menschen sich bei uns bewerben!

Aline Creifelds, am 24. Juli 2023
Ausbildung, FSJ
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