Radiologie, Yoga, Betriebsrat und Praxisanleitung: MTRA Milena aus Mitte wuppt das

„Vielseitig interessiert“, so könnte man unsere Medizinisch-Technische Radiologie Assistentin (MTRA) Milena wohl am besten beschreiben. Neben ihrem Job in der Radiologie in den DRK Kliniken Berlin Mitte hat sie sich im Januar zur Praxisanleiterin weiterbilden lassen, um unsere Auszubildenden ab Januar 2023 zu unterstützen. Und sie engagiert sich mit Begeisterung im Betriebsrat. Ach ja, einen wöchentlichen Yogakurs an unserem Standort Westend gibt sie auch noch! Hier ein kleiner Einblick in Milenas bunten Alltag.

Wie war Dein Weg zu uns in die DRK Kliniken Berlin?

Angefangen hat alles als Schülerin mit meinem Praktikum in der Radiologie. Ich habe mich in dem kleinen familiären Team sehr schnell wohl gefühlt und mir auch gut vorstellen können, nach der Ausbildung hier zu arbeiten. So kam es dann auch wirklich! Ich habe mich schon vor Ende der Ausbildung beworben und bekam einen Vorvertrag. Die Kolleg*innen haben dann noch knapp ein halbes Jahr auf mich gewartet.

Du bist ja auch Praxisanleiterin, freust Du Dich schon auf „Deine“ Auszubildenden?

Ja total! Ich habe meine Ausbildung als Praxisanleiterin im Januar gemacht und werde ab nächstem Jahr mit zwei weiteren Kolleg*innen für unsere Azubis zuständig sein. Aktuell haben wir vereinzelt Praktikant*innen aus dem Lette Verein in der Abteilung, für die ich auch schon als Praxisanleiterin und Mentorin zur Verfügung stehe.

Ich finde es so toll, dass ab Januar nächsten Jahres endlich das Schulgeld abgeschafft und den Auszubildenden eine Vergütung gezahlt wird. Diese Gesetzesreformation ist überfällig und sehr wichtig, da es einen erheblichen Fachkräftemangel in meinem Berufsfeld gibt. Durch die neue Ausbildungsregelung ist das Interesse beim Nachwuchs gewachsen und es haben sich schon zahlreiche Bewerber*innen gemeldet!

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Beschreib doch mal, was hier auf der Station genau passiert. Wie sind die Abläufe?

Mein Tag ist wirklich unglaublich vielfältig – das mag ich auch so an meinem Beruf. Wir arbeiten immer im Team und haben verschiedene Geräte und Aufgaben. Mal bin ich im therapeutischen Bereich, in der Angiografie eingesetzt, mal beim Röntgen und auch am CT. Wir rotieren alle, so wird es nicht langweilig. Außerdem sind wir in unserem Beruf sehr unabhängig und dürfen recht viel entscheiden – das liebe ich sehr. Natürlich sitzen die Ärzt*innen zum Beispiel beim CT immer nebenan, aber die Organisation und Durchführung der Untersuchung von A bis Z wird von uns MTRAs übernommen. Wenn alles gut läuft, sehen die Patient*innen die Ärzt*innen nur zum Aufklärungsgespräch.

Am Anfang hat mir diese Verantwortung schon ein wenig Angst gemacht – mein größter Horror war, dass eine Person eine allergische Reaktion auf das Kontrastmittel hat. Mittlerweile weiß ich aber, das passiert recht selten, und wenn doch, sind das Reanimationsteam und die Kolleg*innen sofort da und helfen. Mit der Zeit kommt die Routine und damit auch die Gelassenheit. Durch die Arbeit mit den Patient*innen ist der Arbeitsalltag trotzdem immer wieder anders und nie langweilig.

Im Betriebsrat bist Du auch tätig. Hat Dich das Thema schon immer interessiert?

Das mache ich tatsächlich erst seit März – in diesem Jahr ergab sich für mich unglaublich viel Neues! Ich hatte immer das Gefühl, dass meine kleine Berufsgruppe bei Entscheidungen vergessen wurde, und wollte das ändern. Als dann die Betriebsratsvorsitzende Andrea zu uns an den Standort kam und die Arbeit des Betriebsrates vorstellte, habe ich mich auf die Liste der Kandidat*innen setzen lassen. Ich war selbst überrascht, dass unsere Wahlliste so viele Stimmen bekommen hat und ich ordentliches Mitglied wurde.

Das ist für mich eine ganz neue spannende Erfahrung, ich sehe das als Herausforderung und große Chance. Man sitzt quasi an der Informationsquelle und entscheidet im Namen seiner Berufsgruppe und aller Mitarbeitenden. Dabei muss man immer versuchen, seine eigene Meinung zurückzustellen und zu überlegen, was im Sinne der Mehrheit der Mitarbeiter*innen gut wäre. Insgesamt sind wir 17 ordentliche Mitglieder und eine bunte Mischung aus ganz unterschiedlichen Berufsgruppen. Davon sind einige ganz neu in dem Bereich, so wie ich und profitieren von der Erfahrung und dem Wissen der erfahrenen Mitglieder, die bereits seit vielen Legislaturperioden im Betriebsrat tätig sind.

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Du bist ja auch einmal die Woche als Yogalehrerin am Standort Westend unterwegs. Wie kam es denn dazu?

Eigentlich habe ich die Yogalehrer*innenausbildung nur für mich ganz persönlich gemacht. Yoga ist mir seit bald einem Jahrzehnt ein treuer Kraftspender und fester, wichtiger Bestandteil meines Lebens. Ich hatte den Wunsch, mich da weiter zu entwickeln und tiefer in Yogalehre einzutauchen. Schon während der Ausbildung habe ich gemerkt, dass mir Yoga nicht nur in der eigenen Praxis guttut und Freude bereitet, sondern auch das Unterrichten.

Charlotte, die den Yogakurs am Standort Mitte gibt, hat mich dann dazu inspiriert, mich ans Betriebliche Gesundheitsmanagement zu wenden und meinen Yogaunterricht anzubieten. Mein Vorschlag wurde super aufgenommen.

Ich unterrichte nun seit August jeden Donnerstag am Standort Westend. Das macht mich glücklich: der Raum im Brustzentrum ist sehr schön und mein Kurs ist wirklich sehr gut besucht. Man merkt einfach, dass der Bedarf und das Interesse da sind.

Hilft Yoga auch im Arbeitsalltag in der Radiologie?

Für mich persönlich ist Yoga mittlerweile eine Lebenseinstellung geworden, und hat mich als Person verändert. Yoga ist weitaus mehr als die physische Praxis, das Halten verschiedener Stellungen. Es ist eine innere Einstellung und Haltung gegenüber sich selbst und seinen Mitmenschen und der Umwelt.

Ich habe in den Yogakursen und in der Ausbildung so schöne und intensive Erfahrungen mit ganz tollen Menschen machen dürfen. Im Alltag hilft es mir in anstrengenden Situationen sehr. Eine gezielte Atmung kann das Stresslevel nachweislich senken. Das nutze ich natürlich für mich, wenn es in der Radiologie mal hoch hergeht, und nehme mir dann Momente zum Durchatmen und Runterkommen.

Milenas erster Yogakurs am Standort Westend ist voll besetzt. Daher wird es ab Oktober mittwochs von 15 bis 16h einen zweiten Vinyasa-Yogakurs geben. Infos im Intranet.

Aline Creifelds, am 27. September 2022
Hobbys | Fitness
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