Ist Xenia lieber Werwölfin oder Dorfbewohnerin?

Im wahren Leben ist Xenia natürlich weder eine Werwölfin noch Dorfbewohnerin. Sie ist Operationstechnische Assistentin (OTA) in unseren DRK Kliniken Berlin Köpenick und eines der Gesichter hinter unserer Arbeitgeberkampagne „Du bedeutest uns was – So wie Du bist“. Zum Shooting hat sie ein selbst gebasteltes Werwolf-Kartenset mitgebracht. Im Interview wird schnell klar: Sie hat nicht nur beruflich viel drauf, sondern ist auch richtig kreativ.

Dein Werwolf-Kartenset ist komplett selbst gebastelt…

Bei einer Serie, die ich mit meinem Freund geschaut habe, wurde das Werwolf-Spiel live gespielt. Das fand ich richtig cool und inspirierend. Da wir auch regelmäßig Spieleabende mit Freund*innen oder der Familie veranstalten, dachte ich, dass wir ein Werwolf-Kartenset ganz gut gebrauchen könnten. 😉

Aber kein Spiel aus dem Laden, sondern ein individuelles Set, für das ich mir neben den herkömmlichen Rollen noch ein paar Extracharaktere ausgedacht habe, um das Spiel spannender zu gestalten. Damit neue Mitspieler*innen ihre eigene Rolle mit der dazugehörigen Funktion oder Fähigkeit nicht vergessen, habe ich die Rollenbeschreibung direkt auf der Karte mit hinzugefügt. Deshalb sind die Karten auch etwas größer als die üblichen Spielkarten aus dem Laden.

In meiner Freizeit bastle ich generell sehr gerne und habe oft spontane Ideen, die ich gleich umsetzen möchte. Wenn zum Beispiel ein Geburtstag bei meiner Familie oder Freund*innen ansteht, bastle ich ihnen fast immer ein persönliches Geschenk. Mir ist es wichtig, etwas Einzigartiges zu schenken, das von Herzen kommt, und dafür nehme ich mir gern Zeit. So habe ich mit kreativen DIY-Projekten angefangen, die mir super viel Spaß machen.

Warum hast Du Dich für den Beruf als Operationstechnische Assistentin (OTA) entschieden?

Nach dem Abitur wusste ich nicht, was ich beruflich machen wollte. Also bin ich mit meiner Mama ein paar Berufe aus einem Heft zur Berufsorientierung durchgegangen und habe dabei den Beruf der Operationstechnischen Assistenz entdeckt. Die Jobbeschreibung klang sehr interessant, weshalb ich mich weiter darüber informiert habe und zunächst ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Klinik absolviert habe. Dort konnte ich erste Eindrücke im Operationssaal sammeln.

Danach stand für mich fest, dass ich die Ausbildung zur OTA machen wollte, und ich habe mich bei den DRK Kliniken Berlin Köpenick beworben. Beim Bewerbungsgespräch habe ich mich direkt sehr wohl gefühlt und hatte das Gefühl, dass sich unsere Pflegedienstleiterin Astrid Weber wirklich Zeit für die Mitarbeitenden nimmt. Ich war super happy, dass ich als Azubi genommen wurde.

Du interessierst Dich für die Ausbildung als Operationstechnische*r Assistent*in? Hier findest Du alle Infos und die Möglichkeit Dich auf einen Ausbildungsplatz zu bewerben!

Dann ging es von der Theorie zur Praxis im OP…

Die Ausbildung hat wirklich Spaß gemacht. Sie ist sehr vielseitig, aber auch anspruchsvoll. Die Praxis fiel mir persönlich leichter als die Theorie, die aber von unseren Lehrpersonen am biz Bildungszentrum der DRK-Schwesternschaft Berlin e. V. spannend und möglichst praxisnah vermittelt wurde.

Neben Anatomie, Physiologie, Instrumentenkunde und operationsbezogenen Fächern fanden auch Übungen zur Kommunikation mit Patient*innen sowie der fachpraktische Unterricht (fpU) in unseren Übungsräumen, den sogenannten „Skills Labs“, statt. Alles in allem kann ich die Ausbildung wirklich weiterempfehlen – besonders jedem, der im medizinischen Bereich abseits der direkten Pflege arbeiten möchte.

Ich selbst habe meine Ausbildung im letzten Jahr erfolgreich abgeschlossen.

Wie ging es dann für Dich weiter?

Ich wurde nach der Ausbildung direkt übernommen und habe im Bereich Orthopädie und Traumatologie hier am Standort Köpenick angefangen.

Auch die tägliche Arbeit als fertige OTA ist wirklich interessant und dynamisch. Mir gefällt es, mit den Händen zu arbeiten, Instrumente zusammenzubauen und so die Operationen vorzubereiten. Außerdem unterstützt man das Operationsteam während der Operation, reicht Instrumente an und ist damit ein wichtiger Teil für eine erfolgreiche Operation. Man lernt immer wieder Neues dazu und hat durch Früh-, Spät- und Rufbereitschaftsdienste genügend Abwechslung, was manchmal etwas anstrengend sein kann, mir aber trotzdem sehr gut gefällt.

Was für mich immer noch besonders ist: All die Aspekte, die mittlerweile zu meinem Alltag im OP gehören, werden von Außenstehenden oft mit großem Interesse und Respekt wahrgenommen. Es ist spannend zu sehen, wie manche Vorurteile abgebaut werden, wenn Familienmitglieder oder Bekannte nachfragen, was ich beruflich mache, und gleichzeitig die Anerkennung für meine Arbeit wächst.

Gibt es denn auch Herausforderungen, mit denen Du umgehen musst?

Ja, so wie in jedem anderen Job auch muss man sich an gewisse Situationen erst einmal gewöhnen. Im OP kann es hin und wieder zu unangenehmen Gerüchen kommen, zum Beispiel durch verbranntes Gewebe oder bestimmte medizinische Materialien. Das ist am Anfang etwas ungewohnt, aber man gewöhnt sich relativ schnell daran und entwickelt mit der Zeit gute Strategien, um damit umzugehen. Zum Beispiel gibt es Menthol-Nasenstöpsel oder andere Hilfsmittel, durch die man die Gerüche kaum oder gar nicht mehr wahrnimmt.

Insgesamt überwiegen für mich aber ganz klar die positiven Aspekte. Ich möchte auf jeden Fall nichts Anderes machen! Mein Team ist wirklich richtig cool, die Zusammenarbeit ist super, und die Arbeit wird nie langweilig, weil immer etwas Neues passiert und man ständig dazulernt. Dazu kommt, dass ich einen kurzen Arbeitsweg habe, was den Alltag natürlich zusätzlich erleichtert. Das sind für mich alles echte Pluspunkte. Ich arbeite wirklich sehr gerne hier und fühle mich in meinem OP-Team sehr wohl.

Aline Creifelds, am 08. Juni 2026
Aktionen für Mitarbeitende, Kampagne, Köpenick, OP
Artikel teilen:
DRK Kliniken Logo
171