Wie schlägt sich Sophie?

Ein menschlicher Schädel oder ein Paar Boxhandschuhe?! Für Sophie gehören beide zu ihrem Alltag. Während sie als Medizinische Technologin für Radiologie (MTR) täglich mit Röntgenaufnahmen des menschlichen Körpers zu tun hat, entdeckt sie in ihrer Freizeit gerade eine ganz neue Leidenschaft: das Boxen. Wie sie diesen Switch meistert, erfährst Du im Interview.

Deine Gegenstände sind recht konträr…

Vor ein paar Monaten habe ich angefangen, in einem Verein beim Frauenboxen mitzumachen, und schnell gemerkt, dass mir das richtig viel Spaß macht. Ich fühle mich dort super wohl, kann mich körperlich auspowern und arbeite an meiner allgemeinen Fitness. Daher durften die Boxhandschuhe beim Fotoshooting für die Kampagne nicht fehlen.

Den Schädel habe ich mitgebracht, weil er zu meinem Job als MTR passt, und ich fand ihn auch irgendwie cool. Schließlich hat man auch nicht jeden Tag die Gelegenheit, sich Teile des menschlichen Skeletts so genau anzuschauen und damit vor der Kamera zu stehen.

Konzentration bei der Arbeit und Auspowern im Boxring?

Ja, genau! Bei meiner Arbeit am Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie der DRK Kliniken Berlin Köpenick sind Genauigkeit und Konzentration extrem wichtig. Gerade bei unseren CT-gestützten Interventionen muss jeder Handgriff sitzen. Ich bereite alles vor, sterilisiere die benötigten Materialien und bediene das CT-Gerät, während eine Radiologin unter Strahlung seine Funktionsnadel millimetergenau ins Ziel führt.

Dafür müssen wir beide fokussiert sein und uns komplett aufeinander verlassen können. Nach dem Arbeitstag kann ich dann beim Boxen den Kopf total freibekommen, mich körperlich auspowern, mich fokussieren und habe damit den perfekten Ausgleich zu meinem beruflichen Alltag gefunden.

Dein Herz schlägt für die Radiologie? Dann schau Dir unbedingt unsere freien Stellen an und bewirb Dich bei Sophie in der Radiologie am Standort Köpenick!

Was verändert sich als Abteilungsleiterin?

Tatsächlich einiges! Ich arbeite zwar schon seit 16 Jahren als Medizinische Technologin für Radiologie, bin jedoch erst seit zwei Jahren bei den DRK Kliniken Berlin. Ich durfte also sehr schnell viel Verantwortung übernehmen. Als Abteilungsleiterin habe ich jetzt zusätzlich viele organisatorische Aufgaben und nicht mehr hauptsächlich die Arbeit an den Patient*innen. Ich schreibe Dienstpläne, bin Ansprechpartnerin für mein Team und kümmere mich darum, dass im Hintergrund alles läuft. Wenn zum Beispiel ein Gerät nicht funktioniert, bin ich im Austausch mit dem Hersteller, unserer Abteilung für Medizintechnik oder auch mal mit den Schlossern oder Tischlern. Dafür braucht man noch einmal ein tiefergehendes Wissen über die ganzen Abläufe.

Was ist Dir in der Position besonders wichtig?

Ich möchte, dass mein Team weiß, dass es auf mich zählen kann. Mir ist wichtig, dass sich alle wohlfühlen und das Vertrauen haben, mit ihren Fragen oder Anliegen zu mir zu kommen. Das war mir schon in der Position als Stellvertretung wichtig, und daran soll auch meine neue Rolle nichts ändern.

Außerdem liegt mir die Nachwuchsförderung sehr am Herzen, da leider immer weniger MTRs nachkommen. Dabei ist der Beruf so unglaublich vielseitig. Man arbeitet mit moderner Technik, übernimmt Verantwortung und hat hier bei uns in Köpenick super sympathische Kolleg*innen. Gleichzeitig gibt es viele Möglichkeiten, sich fachlich weiterzuentwickeln und regelmäßig Neues dazuzulernen. Wir haben das große Glück, dass Weiterbildungen sowohl von unserer Chefärztin Frau Dr. Foert in der Radiologie als auch allgemein von den DRK Kliniken Berlin sehr gefördert werden.

Was sollte man als MTR im Krankenhaus mitbringen?

Man sollte Lust auf verantwortungsvolle Aufgaben haben, gerne mit verschiedenen Berufsgruppen und Menschen zusammenarbeiten, kommunikativ und empathisch sein. Ich persönlich mag besonders die Abwechslung. Wir haben zwar Listen mit Patient*innen, die wir abarbeiten, aber unser Alltag ist nicht immer genau planbar. Manchmal kommt ein Notfall aus der Rettungsstelle dazu. Dann müssen wir flexibel reagieren und auch unter Stress ruhig bleiben.

Ehrlich gesagt finde ich auch den Schichtdienst im Krankenhaus ziemlich cool. In einer Praxis sind die Arbeitszeiten meistens sehr geregelt. Bei uns stimmt sich das ganze Team gut ab, und dadurch sind wir sehr flexibel. Es ist einfach sehr spannend, dass bei uns kein Tag genau wie der andere ist und ich so die Mischung aus Konzentration, Bewegung und Abwechslung habe. Da sind sich der Boxsport und die Radiologie sehr ähnlich. 😉

Aline Creifelds, am 23. August 2026
Kampagne, Köpenick, Radiologie
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