Hospiz, OP und Neurologie: Unser zweiter Drehtag in Köpenick

Nach dem ersten Drehtag für unser interaktives Video in Westend ging es für uns an Tag zwei nach Köpenick. Gemeinsam mit den Videografen Daniel und Eric wollten wir auch hier zeigen, wie vielfältig die Einstiegs- und Ausbildungsmöglichkeiten sind. Im Fokus standen diesmal das Freiwillige Soziale Jahr, das die DRK Schwesternschaft Berlin e.V. als Träger anbietet, sowie die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz.

Hospiz statt Körperwelten

Wir starteten bei Merle, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr / FSJ aktuell im Hospiz macht. Sie nahm uns mit durch ihren Arbeitsalltag, führte uns durch die Räume und erzählte von der Arbeit mit den Gästen, so werden unsere Patient*innen im Hospiz genannt, sowie von ihren Aufgaben vor Ort. Für unseren Dreh verzichtete Merle sogar auf einen Bildungstag, an dem ihr FSJ-Kurs eigentlich gemeinsam die Ausstellung Körperwelten besucht hätte.

Auch unsere pflegerische Leitung Ariane war wie immer sehr offen, als wir die Drehanfrage geschickt haben, und hat uns vor Ort unterstützt.

Merle berichtet, dass ihr vor allem der Austausch im Team sowie die Bildungstage, etwa zum Thema „Umgang mit Trauer, Sterben und Verlust“, sehr helfen, ihre Arbeit gut zu meistern. Nach dem FSJ möchte Merle erstmal auf große Europareise gehen und im Anschluss ihre Ausbildung zur Pflegefachfrau bei den DRK Kliniken Berlin Köpenick starten.

Krankenhausbetrieb live: Improvisation inklusive

So ein Drehtag ist anstrengender, als man vielleicht auf den ersten Blick denkt. Was unsere Videografen Daniel und Eric am Ende locker einfangen sollen, bedeutet im Hintergrund jede Menge Organisation, Abstimmung, Text- und Szenenarbeit im Vorfeld und vor allem Flexibilität während des Drehs.

So fiel zum Beispiel bei uns an Tag zwei Lara leider aus: In der Nacht bekam sie hohes Fieber und war damit natürlich außer Gefecht gesetzt. Da sie eine zentrale Rolle im Video spielt, hieß es für uns improvisieren. Unsere FSJlerin Merle erklärte sich sofort bereit, spontan in die Rolle einer Abiturientin zu schlüpfen und gemeinsam mit Marc die Eingangssequenz für das komplette interaktive Video zu drehen.

Die nächste Frage: Wo drehen wir? Die Kulisse sollte lebendig und authentisch, aber möglichst geräuscharm sein. Mitten im laufenden Krankenhausbetrieb keine einfache Aufgabe. Am Ende diente uns der Flur zur Cafeteria als Drehort, neugierig beobachtet von Patient*innen, Besucher*innen und Mitarbeitenden, die einen professionellen Videodreh natürlich nicht alle Tage erleben.

Trotz zusätzlicher spontaner Änderungen im Skript haben Merle und Marc sich mega gut geschlagen.

Bist du ready für unseren Standort Köpenick? Schau Dir hier unsere Jobs an und bewirb Dich direkt!

Abenteuer OP Schleuse

Danach ging es für uns weiter in den OP-Bereich. Schon während des Drehs im Hospiz standen wir immer wieder telefonisch mit Natalia, der Abteilungsleiterin, in Kontakt. Da wir sowohl authentische Szenen einfangen, aber auch den laufenden OP-Betrieb nicht stören wollten, hieß es hier: perfektes Timing ist alles.

Bevor wir aber überhaupt drehen konnten, hieß es für uns erst einmal: ab in die Schleuse. Was für unsere Operateur*innen, Operationstechnische Assistent*innen / OTAs und Pflegefachkräfte Alltag ist, war für uns natürlich ein echtes Erlebnis. Wie bindet man so eine OP-Haube richtig, wann und welchen Mundschutz muss man aufsetzen und welche Nummer hat die OP-Kleidung für meine Größe? Ein großes Dankeschön an Natalia, die uns mit viel Geduld und Empathie unterstützt hat, obwohl der Dreh auch für sie einige Herausforderungen mit sich brachte.

Saal fünf, sieben oder vier: Wohin im OP?!?

Im OP-Bereich warteten bereits unser frisch examinierter OTA Anton und FSJlerin Benita auf uns, um uns ihre Aufgaben zu zeigen und zu erklären. Natürlich wollten wir auch zeigen, welche Hightech-Technik im OP zum Einsatz kommt. Deshalb war schnell klar, dass auch der Da-Vinci-OP-Roboter, ein roboterassistiertes OP-System für Chirurg*innen, Teil des Drehs sein sollte.

Spontan erklärte sich Pflegefachfrau Irina bereit, gemeinsam mit Anton bei der OP-Vorbereitung gefilmt zu werden. Danach hieß es für uns schnell wieder raus, um die Abläufe des OP-Teams nicht zu stören.

Benita war anfangs noch etwas aufgeregt, erklärte und zeigte uns dann aber sehr professionell ihre Aufgaben als FSJlerin, zum Beispiel das Umlagern der Patient*innen vor dem OP. Dabei achten wir besonders darauf, keine Patient*innen oder Mitarbeitenden ohne Einverständnis zu filmen und ausschließlich unsere Protagonist*innen abzubilden. Sowohl unsere Videografen als auch wir schauen penibel auf die kleinsten Details.

Ein Mix aus Abwechslung und sehr präzisem Arbeiten

Da ein OP-Saal für kurze Zeit leer stand, nutzten wir ihn als Kulisse für unsere Interviews. Wo Anton sonst am OP-Tisch assistiert, stellte er uns nun seine kürzlich abgeschlossene Ausbildung zum Operationstechnischen Assistenten vor. „Täglich zu erleben, was unser Körper leisten kann, auch in herausfordernden Momenten von Krankheit, ist einfach unglaublich faszinierend“, erzählt er uns. Anton berichtete uns außerdem von seinem tollen Team und davon, was ihn an seinem Beruf besonders begeistert: der Mix aus Abwechslung und sehr präzisem Arbeiten.

Auch Benita ist von den anspruchsvollen Aufgaben im OP und dem Teamzusammenhalt so begeistert, dass sie sich entschieden hat, im April ihre Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin bei uns in Köpenick zu starten.

Abschluss auf der Neurologie mit Linda

Unsere letzte Station an diesem Tag war die neurologische Abteilung 6b. Relativ kurzfristig und mit Unterstützung von FSJ-Koordinatorin Veronika stellte sich hier FSJlerin Linda zur Verfügung, um Einblicke in den Stationsalltag zu geben.

Sie nutzt ihr Freiwilliges Soziales Jahr zum einen, um Bonuspunkte zu sammeln, wodurch die Chancen auf einen Medizinstudienplatz verbessert werden, zum anderen aber auch, um frühzeitig Kontakte für mögliche Praktika während des Studiums oder eine spätere Tätigkeit als Weiterbildungsassistentin bei den DRK Kliniken Köpenick zu knüpfen.

Linda zeigte uns, wie sie Vitalwerte wie Blutdruck, Puls und Temperatur kontrolliert, Material auffüllt, die Essensausgabe übernimmt oder beim Bettenmachen hilft, immer unter Anleitung und mit Unterstützung ihres Teams.

„Oft gibt es Vorurteile zum Beruf als Pflegefachperson, dabei erlebe ich hier jeden Tag, wie anspruchsvoll die Aufgaben meiner Kolleg*innen sind und wie professionell sie arbeiten. Gerade das Zusammenspiel der verschiedenen Berufsgruppen auf der Station ist sehr wichtig. Das werde ich auf jeden Fall für meinen weiteren beruflichen Weg mitnehmen“, meint sie.

Aline Creifelds, am 22. Januar 2026
Ausbildung, FSJ, Köpenick, OP, Palliativpflege, Recruiting
Artikel teilen:
DRK Kliniken Logo
163